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Mittwoch, Juli 24, 2024

„Das ärgert sie enorm“

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Im Januar rollten Bauern aus ganz Deutschland mit Traktoren auf die Straßen, um gegen Bevormundung und Bürokratie zu protestieren. Ein halbes Jahr später scheint sich die aufgebrachte Stimmung im Land beruhigt zu haben, jedoch ist der Ärger auf die Politik noch nicht verflogen. Ein entscheidender Punkt für die Proteste war die Willkürlichkeit der Abschaffung des Agrardiesel-Zuschusses. Die Bundesregierung hatte im Zuge von Sparmaßnahmen diese Subvention gestrichen und damit viele Bauern verärgert. Viele Bauern geben an, unter unvorhersehbaren Kostensteigerungen und dem Druck im Lebensmittel-handel zu leiden.

Der Deutsche Bauernverband ist mit den Regelungen zum Agrardiesel nicht einverstanden, da sie einen Wettbewerbsnachteil innerhalb der EU bedeuten. Belgische Bauern zahlen beispielsweise keine Steuern auf Agrardiesel. Die Bundesregierung plant derzeit nicht, die Agrardiesel-Streichung zurückzunehmen, obwohl die Bauernverbände dagegen opponieren. Es besteht Unstimmigkeit zwischen Bauern und Politik in Bezug auf Biodiversität sowie auf die Reduzierung der Bürokratie, unter der die Betriebe stark leiden.

Die Bauernproteste brachten eine bisher nicht dagewesene Aufmerksamkeit für die Probleme der Landwirte in der Gesellschaft, wobei 80 Prozent der Bevölkerung die Bauern unterstützten. Trotzdem distanzierte sich der Bauernverband von rechten und rechtsextremen Gruppierungen, die ebenfalls die Proteste unterstützten. Die Proteste führten zu Diskussionen über die Zukunft der Agrarpolitik und rückten die Forderungen der Bauern in den Fokus der politischen Entscheidungsträger.

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