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Sonntag, Juni 23, 2024

Wischt, passt, liebt? Das harte Geschäft des Online-Datings mit Behinderungen

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Leipzig – Dating-Apps wie Tinder, Lovoo oder Bumble sind beliebt und werden von Menschen wie Kai Bosch (27) genutzt. Kai hat eine Behinderung und teilt seine Erfahrungen im Online-Dating in der MDR-Sendung „Selbstbestimmt“.

Kai Bosch ist Stotterer und Tetraspastiker. Trotz seiner Behinderungen hat er im Dating-Kontext oft mit negativen Reaktionen zu kämpfen. Viele Frauen brechen den Kontakt ab, sobald er von seiner Behinderung erzählt. Diese negativen Reaktionen müssen oft widerlegt werden, was schwierig sein kann.

Auch Patricia Vierkotten (33) hat Multiple Sklerose und erlebt beim Online-Dating ähnliche Schwierigkeiten. Menschen mit einer sichtbaren Behinderung haben es laut Moderator Tan Caglar (44) oft schwerer, einen Partner online kennenzulernen. Deshalb startet er ein Experiment, um die Unterschiede zu testen.

Tan Caglar, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, erstellt zwei Profile auf einem Dating-Portal: eines zeigt ihn im Rollstuhl, das andere nicht. Überraschenderweise erhielt er mehr Matches und Nachrichten auf dem Profil, auf dem er im Rollstuhl abgebildet war, als auf dem anderen.

Eszter Bodnár hat positive Erfahrungen beim Online-Dating gemacht und ihren Partner dort kennengelernt. Sie lebte vor ihrer Nervenkrankheit ein aktives Leben, bevor sie an den Rollstuhl gebunden war. Einige Menschen mit Behinderungen nutzen spezielle Dating-Seiten wie „Handicap Love“, während andere wie Patricia über Tinder oder Lovoo hoffen, jemanden zu finden. Die gesamte Folge „Selbstbestimmt: No swipe – no date? fragt Tan Caglar“ ist in der Mediathek verfügbar.

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