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Freitag, Juni 14, 2024

Warnschuss so laut wie noch nie

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Die Raiffeisenbank International (RBI) stand unter Druck, einen Teil ihrer in Russland eingefrorenen Gelder zurück nach Österreich zu holen, wollte dies jedoch aufgrund des starken Drucks der USA nicht tun. Die RBI ist die größte westliche Bank, die trotz des Ukraine-Kriegs in Russland geblieben ist. Das US-Finanzministerium warnte die RBI vor Beschränkungen im US-Finanzsystem aufgrund ihrer anhaltenden Präsenz in Russland und einem geplanten milliardenschweren Tauschgeschäft mit dem russischen Oligarchen Oleg Deripaska und dem Baukonzern Strabag.

Die RBI plante, rund 1,5 Milliarden Euro mit einem Tauschgeschäft nach Österreich zurückzuholen, musste jedoch die komplexe Transaktion absagen. Dies geschah nur wenige Tage, bevor die US-Sanktionsbehörde Ofac einen russischen Geschäftsmann und drei russische Unternehmen mit Sanktionen belegte, die in den Deal verwickelt gewesen sein sollen. Die Drohung der USA führte zu einem erneuten Rückgang des Aktienwertes der RBI.

Experten bezeichnen die US-Drohungen gegen die RBI als Overkill und als ein deutliches Zeichen an den Finanzmarkt. Die RBI plant nun aufgrund des zunehmenden Drucks ihren Rückzug aus Russland im Sommer 2024. Die Europäische Zentralbank hat bereits verlangt, dass die RBI ihr Engagement in Russland weiter reduziert. Die RBI denkt über Rechtsmittel gegen diese Entscheidung nach.

Das Europäische Parlament hatte Beamte aufgefordert, die Raiffeisenbank zu zwingen, ihre Aktivitäten in Russland gemäß den EU-Sanktionen einzustellen. Die Aktivitäten der RBI tragen angeblich zu Russlands Wirtschaft bei und ermöglichen die fortgesetzte militärische Aggression gegen die Ukraine.

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