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Freitag, Mai 24, 2024

Viele Urlaubsregionen in Italien bekämpfen Massentourismus

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Italien verstärkt Maßnahmen gegen Massentourismus in verschiedenen Regionen des Landes. Beispielsweise sind in Venedig Gruppen über 25 Personen verboten und ab dem 25. April müssen Besucher an bestimmten Tagen ein Tagesticket kaufen. In Südtirol gilt bereits seit 2023 der Bettenstop aufgrund von Ressourcenproblemen und Schwierigkeiten für Einwohner, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Auch die Cinque Terre in Ligurien haben neue Maßnahmen eingeführt, um den Besucheransturm zu stoppen. Dies wird jedoch nicht von allen unterstützt, auch nicht innerhalb der Regionen selbst. Die Dörfer der Cinque Terre sind zu einem Ort des „Augenblicks“ geworden, an dem Touristen nur für kurze Zeit verweilen, um dort gewesen zu sein oder Fotos für soziale Medien zu machen. Im Jahr 2023 haben über 2,5 Millionen Menschen die Dörfer besucht, die nur etwa 9,000 Einwohner haben.

Touristen müssen nun für Zugfahrten zwischen den Dörfern in den Cinque Terre an Wochenenden, Feiertagen und zwischen Juli und August doppelt so viel bezahlen. Einheimische erhalten hingegen Vergünstigungen. Die Maßnahmen zur Begrenzung des Massentourismus in Italien betreffen nicht nur Ligurien, sondern auch Capri und Lampedusa, wo die Landegebühren erhöht wurden. Diese Maßnahmen sind jedoch ein Spagat für Italien, da der Klimawandel Südeuropa unattraktiver machen könnte und die Inflation den Tourismus in günstigere Länder verschieben könnte. Dennoch bleibt der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig für das Land. Außerhalb der Hauptsaison und abseits der bekannten Hotspots kann man das italienische Dolce Vita auch in weniger bekannten Regionen erleben, beispielsweise in familiären Agriturismi.

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