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Dienstag, Mai 21, 2024

Venezuela wechselt zu Kryptowährungen für Ölgeschäfte

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Venezuela ist stark vom Öl-Export abhängig, jedoch erschweren US-Sanktionen den Zugang zu herkömmlichen Finanzinstituten. Der staatliche Öl-Konzern PDVSA plant daher, vermehrt auf Kryptowährungen zu setzen, insbesondere auf den Stablecoin Tether. Neue Öl-Sanktionen wurden vor kurzem verhängt, um Präsident Nicolás Maduro zur Demokratisierung des Landes zu zwingen. Geschäftspartner der PDVSA müssen ihre Transaktionen nun unter neuen Bedingungen abwickeln, was den Export für Venezuela erschwert.

Bereits vor einem Jahr begann die PDVSA den Umstieg auf Kryptowährungen, insbesondere auf den Stablecoin Tether. Die neuen Sanktionen beschleunigen diesen Prozess, um zu verhindern, dass Mittel auf ausländischen Bankkonten eingefroren werden. Zukünftig könnten digitale Währungen die bevorzugte Zahlungsmethode in den Verträgen sein, wie Venezuelas Öl-Minister Pedro Tellechea betonte. Bis zum ersten Quartal 2024 sollen viele Spot-Öl-Geschäfte auf ein Modell umgestellt werden, das Vorauszahlungen in USDT erfordert.

Ende 2018 startete Venezuela ein Pilotprojekt zur Entwicklung seiner eigenen Kryptowährung namens „Petro“, die durch die Rohölreserven des Landes abgesichert sein sollte. Der Petro sollte als Stablecoin dienen, jedoch war eine Einlösung nicht vorgesehen. Später war geplant, die Landeswährung an den Wechselkurs des Petro zu binden. Tauschgeschäfte zwischen dem Bolivar und dem Petro waren nur über die staatliche Börse Patria möglich. Das Projekt wurde Mitte Januar stillgelegt.

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