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Mittwoch, Juli 24, 2024

Stimmung in Braunkohle-Regionen bessert sich

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Die Ergebnisse des aktuellen „Lausitz- und Mitteldeutschlandmonitors“ zeigen, dass sich die Stimmung der Menschen in den sächsischen Kohlerevieren verbessert. Trotz externer Faktoren wie Inflation, Krieg oder Energiewende sind die Menschen zufrieden mit ihrer persönlichen Lebenssituation in der Lausitz stabil und im mitteldeutschen Revier sogar leicht steigend. Über 50 Prozent der Befragten schauen optimistisch in die Zukunft.

Im mitteldeutschen Revier stehen 45 Prozent der Menschen der Energiewende offen gegenüber, insbesondere dem Ausbau von Solarenergie, Erdwärme, Windenergie, Bioenergie und grünem Wasserstoff. In der Lausitz stieg der Anteil der Gegner der Energiewende im vergangenen Jahr von 36 auf 42 Prozent. Ein vorgezogener Kohleausstieg wird von über 70 Prozent der Lausitzer abgelehnt.

Die größten negativen Sorgen der Befragten betreffen den Arbeitsmarkt, Fragen zur künftigen gesundheitlichen Versorgung und gestiegene Lebenshaltungskosten. Obwohl fast jeder zehnte Bewohner der Lausitz erwägt, seine Heimat in den nächsten zwei Jahren zu verlassen, ist der Abwanderungsgedanke aufgrund gestiegenen Optimismus und positiven Imagetrends leicht rückläufig.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betont, dass der Strukturwandel in den Kohleregionen Planungssicherheit und Verlässlichkeit benötigt. Der beschlossene Zeitplan für den Kohlekompromiss legt den Rahmen für die Zukunft der Kohleregionen fest. Das Ziel ist es, den Kohleregionen eine gute Zukunftsperspektive durch Forschungszentren, Arbeitsplätze in innovativen Branchen und verbesserte Anbindung an umliegende Städte zu bieten.

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