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Mittwoch, Juli 24, 2024

Queerfeindlichkeit in Schulen auch aufgrund rechter Politik

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Die Diskriminierung von queeren Jugendlichen nimmt laut Umfragen zu. Obwohl gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland seit 2017 heiraten dürfen und es seit diesem Jahr einfacher ist, den Geschlechtseintrag zu ändern, zeigt eine Umfrage des Vereins Schlau NRW, dass Diskriminierung gegen queere Personen zunimmt. Laut einer Befragung der Kölner Jugendeinrichtung anyway hat jede:r zweite Jugendliche in Köln bereits Queerfeindlichkeit erlebt, und fast jede:r zehnte wurde sogar körperlich angegriffen.

Besonders an Schulen nimmt die queerfeindliche Stimmung zu, wie Workshops zur Aufklärung über Vielfalt zeigen. Schüler:innen zeigen vermehrt ablehnendes Verhalten und stören die Workshops teilweise aggressiv. Die AfD und andere rechte Parteien tragen mit ihren politischen Forderungen zur Verschlechterung der Lebensumstände für queere Menschen bei. Queer-Beauftragter Sven Lehmann warnt vor einer zunehmenden Queerfeindlichkeit, die auch durch rechtsextreme und islamistische Akteur:innen in den sozialen Medien verstärkt wird.

Queere Jugendliche sind im schulischen Umfeld vermehrt Mobbing, Beleidigungen und sogar körperlicher Gewalt ausgesetzt. Lehrkräfte scheinen oft überfordert im Umgang mit queerfeindlichem Verhalten, und viele greifen nicht konsequent ein. Sven Lehmann fordert eine bessere Ausbildung und Fortbildungen für Lehrpersonal, um Diskriminierung und Mobbing wirksam entgegenzutreten. Die Stadt Köln plant Maßnahmen, um sich mit dem Problem der Queerfeindlichkeit an Schulen auseinanderzusetzen.

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