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Sonntag, Juni 23, 2024

Personalabbau bei Vaillant: Geschäft mit Wärmepumpen eingebrochen

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Die Auswirkungen des Heizungsgesetzes von letztem Jahr auf das Heiztechnikunternehmen Vaillant sind deutlich spürbar. Obwohl das Gesetz ursprünglich dazu gedacht war, Vaillant zu unterstützen, ist das Geschäft mit Wärmepumpen eingebrochen. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie prognostiziert einen Rückgang von 44 Prozent bei den abgesetzten Wärmepumpen für das Jahr 2024, sowohl in Deutschland als auch auf dem europäischen Markt. Viele Bürger haben sich entschieden, vorzeitig Gas- oder Ölheizungen einzubauen, anstatt auf staatlich geförderte Technologien umzusteigen. Dies führte zu einem Rückgang der Förderanträge für Wärmepumpen bereits im Sommer 2023.

Als Reaktion auf die neue Nachfragesituation kündigte Vaillant an, weltweit 700 Stellen abzubauen, davon 300 in Deutschland. Das Unternehmen plant, sich den veränderten Markt- und Kundenanforderungen anzupassen, indem freiwerdende Stellen nicht nachbesetzt und vorgezogene Ruhestandsregelungen umgesetzt werden. Der Konzernumsatz von Vaillant stieg um drei Prozent auf 3,8 Milliarden Euro, während keine genauen Angaben zu den Gewinnen gemacht wurden. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 17.500 Mitarbeiter und peilt an, ein führender Hersteller von elektrischen Wärmepumpen zu werden.

Auch Vaillants Mitbewerber Stiebel Eltron kämpft mit ähnlichen Herausforderungen. Obwohl die Zuschüsse für Wärmepumpen so hoch wie nie zuvor sind, bleibt die Kundennachfrage aus, laut dem CEO Kai Schiefelbein. Die negativen Vorbehalte gegenüber Wärmepumpen müssen überwunden werden, bevor sich die Situation verbessern kann. Stiebel Eltron hat aufgrund dessen Kurzarbeit eingeführt. Die Heizungsindustrie in Deutschland steht somit vor großen Herausforderungen im Zuge der Umsetzung des Heizungsgesetzes und der Akzeptanz von klimaschonenden Heiztechnologien.

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