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Mittwoch, Juli 24, 2024

Österreich: Die FPÖ und ihre Medienstrategie – Politik

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Die FPÖ steht vor einem möglichen Kantersieg bei der Europawahl mit prognostizierten 27 Prozent oder mehr. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Nationalratswahlen im September haben. Die Partei hat früh ein eigenes Medienimperium aufgebaut und meidet kritische Fragen und Faktenchecks. Parteiführer Herbert Kickl und Spitzenkandidat Harald Vilimsky geben keine Interviews, wenn sie das Ergebnis bereits im Voraus ablehnen. Ausländische Korrespondenten werden oft von Parteiveranstaltungen ausgeschlossen. Die Abschottung der FPÖ zeigt sich auch nach der Veröffentlichung kritischer Bücher, da sie Interviews verweigern.

Ein Recherchebuch über Kickl wurde von Journalist Nina Horaczek veröffentlicht, in dem Angriffe auf öffentlich-rechtliche Medien und Beleidigungen gegenüber Journalisten zu finden sind. Kickl bezeichnet die FPÖ als Garanten für Meinungs- und Pressefreiheit, während er gleichzeitig die Medien angreift. Die Partei wird voraussichtlich mit größerer Selbstgewissheit und Arroganz nach den Wahlen auftreten. Die FPÖ hat eine starke Position in den Umfragen und baut auf ihre Anhänger, die sich in ihrem Medienimperium verstanden fühlen. Dies könnte zu einer mittleren Staatskrise führen, wenn die Partei bei den Wahlen ein starkes Ergebnis erzielt.

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