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Freitag, Juni 14, 2024

Nach Kanzler-Wende: Welche deutschen Waffen helfen der Ukraine jetzt? | Politik Nach Kanzler-Wende: Welche deutschen Waffen helfen der Ukraine jetzt? | Politik

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Die Waffenwende von Scholz bedeutet, dass deutsche Waffen, die von der Ukraine empfangen wurden, nun auch gegen Ziele in Russland eingesetzt werden können. Vor drei Wochen startete die russische Armee eine begrenzte Offensive im Raum Charkiw. Viele der Waffensysteme, die den ukrainischen Verteidigern aus dem Westen geliefert wurden, durften bisher nicht gegen Ziele in Russland eingesetzt werden. Dies führte während der Charkiw-Offensive zu Problemen, da präzise Waffensysteme wie die Panzerhaubitze 2000 nicht genutzt werden durften.

Nach öffentlichen Erklärungen der USA, dass ihre gelieferten Waffensysteme gegen Ziele in Russland eingesetzt werden können, schloss sich Kanzler Scholz dieser Haltung an. Dies bedeutet, dass deutsche Waffen nun auch gegen Ziele außerhalb der ukrainischen Grenze eingesetzt werden dürfen. Diese Entwicklung markiert keinen Tabubruch, da bereits zuvor Waffensysteme eines Nato-Staates gegen Ziele auf der russischen Seite eingesetzt wurden.

Besonders die Panzerhaubitze 2000 und der Mehrfachraketenwerfer Mars II aus Deutschland könnten nun zur Verteidigung Charkiws eingesetzt werden. Es ist jedoch unklar, ob diese Systeme tatsächlich verlegt werden, da auch andere westliche Artilleriesysteme zur Verfügung stehen. Die ukrainischen Streitkräfte verfügen zwar über eigene Artillerie, aber viele der westlichen Systeme sind überlegen und es mangelt immer noch an ausreichend Munition.

Die deutschen Mars II könnten ebenfalls an dieser Front zum Einsatz kommen, um weiter entfernte Ziele zu bekämpfen. Allerdings gibt es Einschränkungen, wie die ATACMS-Rakete (300 Kilometer Reichweite) dürfen nicht gegen Ziele in Russland eingesetzt werden. Dies schließt wichtige Ziele wie Flugplätze aus, von denen aus russische Flugzeuge und Helikopter agieren.

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