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Sonntag, Mai 19, 2024

Kritische Lage nach Dammbruch im Ural

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In den südlichen Ausläufern des Uralgebirges im russischen Gebiet Orenburg hat sich die Hochwasserlage verschärft. Fast 6.300 Häuser wurden aufgrund des Hochwassers im Fluss Ural und aufgrund von zwei Dammbrüchen überflutet. In der Stadt Orsk sind 4.500 Häuser betroffen. Der Ausnahmezustand wurde offiziell ausgerufen, während über 4.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden und Notunterkünfte für über 8.000 Menschen eingerichtet wurden.

Es wurden vier Todesfälle in Orsk gemeldet, die jedoch nicht direkt mit dem Hochwasser zusammenhängen. Die Stadt liegt rund 1.700 Kilometer von Moskau entfernt nahe der kasachischen Grenze. Nach einem ersten Dammbruch kam es am Samstag zu einem weiteren Bruch, wodurch Teile der Altstadt überflutet wurden. Der Betrieb einer Ölraffinerie wurde eingestellt, um Umweltschäden aufgrund der Überschwemmungen zu vermeiden. Die Rettungskräfte berichteten von Menschen, die sich der Evakuierung widersetzen, obwohl ein weiterer Anstieg des Hochwassers erwartet wird.

Auch in der Hauptstadt Orenburg stieg der Wasserstand des Ural-Flusses innerhalb von 24 Stunden um 28 Zentimeter, wodurch etwa 1.600 Grundstücke überschwemmt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Fahrlässigkeit eingeleitet, möglicherweise aufgrund von Mängeln an dem Damm, die bei einer Überprüfung im Jahr 2020 festgestellt wurden. Der Bürgermeister von Orsk hatte erst kürzlich betont, dass der Damm robust sei.

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