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Dienstag, Mai 21, 2024

Interne Mail des AKW-Betreibers setzt Habeck erneut unter Druck

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Ein interner Brief an die Mitarbeiter des ehemaligen AKW-Betreibers PreussenElektra sorgt für Aufregung in der Debatte um die Abschaltung von Atomkraftwerken, in der Wirtschaftsminister Robert Habeck im Mittelpunkt steht. PreussenElektra reagiert verärgert auf Habecks Aussage, dass der Rat der Betreiber ihn überzeugt habe, die AKWs abzuschalten.

Laut einer internen Mail an die Mitarbeiter von PreussenElektra, die von der Zeitung „Bild“ veröffentlicht wurde, hatte das Unternehmen stets seine Bereitschaft zur Prüfung und Umsetzung eines Weiterbetriebs der AKWs gezeigt. Es sei jedoch der Eindruck entstanden, dass PreussenElektra sich grundsätzlich gegen einen langfristigen Weiterbetrieb der Kraftwerke ausgesprochen habe.

PreussenElektra wirft Habeck vor, den Sachverhalt rund um die AKWs „erheblich verkürzt“ darzustellen und wichtige Argumente für einen Weiterbetrieb zu ignorieren. Das Unternehmen betont, dass es bereit gewesen sei, den Weiterbetrieb des Kernkraftwerks Isar 2 zu prüfen und umzusetzen, aber es habe am notwendigen politischen Willen dafür gefehlt.

Die Konzernmutter Eon bestätigt die Aussage von PreussenElektra bezüglich des AKW Isar 2 und betont, dass sie einen Weiterbetrieb technisch und logistisch ermöglichen könnten, wenn die Bundesregierung dies wünsche. Eine Sprecherin von Habecks Ministerium bleibt jedoch bei der ursprünglichen Aussage, wonach ein Streckbetrieb der AKWs keine zusätzlichen Strommengen bringen würde und diese entweder reduziert oder abgeschaltet werden müssten, um im Winter 2022/23 zur Verfügung zu stehen.

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