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Dienstag, Juni 18, 2024

Göttingen: Grünen-Politikerin angegriffen und leicht verletzt

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Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Göttingen wurde die Grünen-Politikerin Marie Kollenrott nach Angaben der Polizei von einem Mann attackiert, der sie mehrfach geschlagen hatte. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Angreifer festnehmen, dessen Identität feststellen und ihn anschließend wieder freilassen. Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Der Angriff fand an einem Wahlkampfstand statt, bei dem Kollenrott leichte Verletzungen erlitt. Die 39-jährige Politikerin sitzt seit Oktober 2021 im Landtag und ist unter anderem in den Bereichen Umwelt- und Energiepolitik aktiv.

Gemäß den ersten Erkenntnissen äußerte sich der Mann abfällig über die Grünen in der Nähe des Alten Rathauses in Göttingen, was zu einer kurzen politischen Diskussion mit Kollenrott führte. Danach schlug er der Frau gegen den Oberkörper, bevor er sich entfernte. Die Landtagsabgeordnete und ein Zeuge nahmen die Verfolgung auf und alarmierten die Polizei. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Anne Kura verurteilte den Angriff scharf und betonte, dass Gewalt niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein dürfe. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil verurteilte die Tat und forderte ein Ende der gewalttätigen Übergriffe auf Politikerinnen und Politiker im Wahlkampf.

In den letzten Wochen haben mehrere Angriffe auf Politiker und Wahlkampfhelfer in Deutschland für Entsetzen gesorgt. Diese gewalttätigen Übergriffe haben zu einer breiten Diskussion über den Schutz von Politikern geführt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer demokratiegefährdenden Entfremdung zwischen Politik und Bevölkerung und betonte, dass Gewalt im politischen Meinungskampf niemals akzeptabel sein könne. Es wurde ebenfalls eine Gesetzesreform zur Verbesserung des Schutzes von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern diskutiert.

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