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Mittwoch, Juli 24, 2024

Der Hamburger Senat verärgert Aktionäre mit Hafen-Geschäft

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Der geplante Einstieg der weltgrößten Reederei MSC als Großaktionärin der Hamburger Hafengesellschaft HHLA hat auf der Hauptversammlung harsche Kritik von Streubesitz-Aktionären ausgelöst, obwohl HHLA-Vorstandschefin Angela Titzrath für das Geschäft warb. Geplant ist, dass die Stadt Hamburg ihre Beteiligung an der HHLA reduziert, um MSC die Möglichkeit zu geben, bis zu 49,9 Prozent des Kapitals zu halten. Das Geschäft ist jedoch noch nicht politisch abgesegnet, da die Linken-Fraktion eine öffentliche Anhörung durchsetzte und kritische Stimmen innerhalb der Regierungsfraktionen aufkommen.

Aktionärsschützer kritisieren, dass das Geschäft mit MSC andere Reedereien und Kunden der HHLA benachteiligen könnte. Es gebe laut ihnen keine Gewinner außer MSC. Der Dachverband der Kritischen Aktionäre bezeichnet das Geschäft als verfassungswidrig und warnt vor Risiken bezüglich des Zugriffs auf kritische Infrastruktur durch MSC. Es wird appelliert, das Geschäft zu stoppen.

Es wird kritisiert, dass Vorstand und Aufsichtsrat nicht in die Verhandlungen des Senats über den Einstieg des neuen Großaktionärs eingeweiht waren. Die Tatsache, dass der Vertrag der Vorstandsvorsitzenden Angela Titzrath vorzeitig um weitere fünf Jahre verlängert wurde, stößt auf Kritik. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens wird ebenfalls hinterfragt, da der Umsatz zwar vergleichbar mit anderen Häfen sei, das Ergebnis jedoch um 68 Prozent gesunken sei. Es wird bemängelt, dass das Unternehmen nicht einmal die Kapitalkosten verdient habe und die Geschäftszahlen so schlecht wie nie seien.

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