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Sonntag, Juni 23, 2024

Das weltweite Geschäft mit Privatkrediten wächst

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In der Welt des großen Geldes wird über Chancen und Risiken von Privatkrediten diskutiert. Es geht um Millionen, die Unternehmen von privaten Finanziers ohne amtliche Zulassung und Aufsicht borgen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank (EZB) beobachten die wachsenden Privatkredite genau. Im neuesten weltweiten Finanzstabilitätsbericht widmet der IWF Privatkrediten ein ganzes Kapitel – von dreien insgesamt. Einige Unternehmen bevorzugen Privatkredite, da sie normale Banken aufgrund hoher Verschuldung sonst schwer erreichen. Der Markt für Privatkredite wächst seit Jahren rasant, sowohl in Europa als auch in anderen Regionen weltweit.

Privatkredite werden von Spezialfonds vergeben und sind für mittelgroße Unternehmen gedacht, die für traditionelle Banken entweder zu groß oder zu klein sind. Das Geld stammt von Versicherungen, Pensionsfonds und Vermögensverwaltern. Der IWF betont, dass Privatkredite stabil laufen und weniger Ausfälle verzeichnet werden als bei traditionellen Bankfinanzierungen. Die Privatfinanziers haben oft genug Geld für langfristige Geschäfte und können Kreditnehmern auch in schwierigen Zeiten unterstützen.

Allerdings birgt der Markt für Privatkredite auch Risiken, insbesondere hinsichtlich potenzieller Interessenskonflikte zwischen Investoren und Kreditnehmern. Der IWF warnt vor den systemischen Risiken, die entstehen könnten, wenn viele Kreditgeber plötzlich Geld zurückziehen würden. Trotz der Bedenken sehen deutsche Finanzaufseher die Privatkredite derzeit als weniger relevant an. Die EZB hat das Thema jedoch im Blick und beobachtet die Entwicklungen aufmerksam. Die BaFin betont, den Markt genau zu überwachen, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.

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