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Mittwoch, Juli 24, 2024

Claudia Sheinbaum: Die neue Präsidentin wird Mexikos Verhältnis zu den USA neu definieren

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Claudia Sheinbaum ist die neu gewählte Präsidentin Mexikos und damit eine der mächtigsten Frauen der Welt. Sie hat als Regierungschefin der Metropolregion Mexiko-Stadt politische Erfahrung gesammelt und gilt als Expertin für erneuerbare Energien und Umweltpolitik. Sie tritt die Nachfolge ihres Parteifreundes Andrés Manuel López Obrador an und ist die erste Frau an der Spitze Mexikos. Ihr Wahlsieg hat sie an die Spitze eines einflussreichen G-20-Landes befördert und sie wird als pragmatisch, aber auch nationalistisch beschrieben.

Sheinbaum übernimmt ein Land mit einer desaströsen Sicherheitslage, die durch die Politik ihres Vorgängers López Obrador verschärft wurde. Mexiko ist ein wichtiger Akteur in vielen Themen, die den amerikanischen Wahlkampf bestimmen, wie Migration und Drogenhandel. Die Beziehungen Mexikos zu den USA sind von großer Bedeutung, da 80 Prozent der mexikanischen Exporte in die USA gehen. Die Neuverhandlungen des Nafta-Freihandelsabkommens und der Umgang mit der Präsenz Chinas haben Einfluss auf diese Beziehung.

Es wird diskutiert, wie sich Sheinbaum von ihrem Vorgänger abgrenzen wird und ob sie dessen polarisierenden Politikstil überwinden kann. Sie hat in der Vergangenheit nationalistische Töne angeschlagen und Meinungsabweichler als „Vaterlandsverräter“ bezeichnet. Die Frage nach einem möglichen Kurswechsel im Umgang mit den Flüchtlingsproduzenten Kuba, Venezuela und Nicaragua bleibt offen, da Mexiko zuletzt engere Beziehungen zu linksautoritären Regimen in Lateinamerika unterhielt.

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