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Freitag, Mai 24, 2024

Blick auf dünn besiedelte Regionen

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Die Gesundheitsministerin von Brandenburg, Ursula Nonnemacher, warnt vor den Auswirkungen der geplanten Krankenhausreform auf dünn besiedelte ländliche Regionen. Sie betont, dass diese Regionen nicht mit dicht besiedelten Metropolregionen verglichen werden können und dass die medizinische Versorgung dort gefährdet sein könnte. Nonnemacher fordert Maßnahmen wie Ausnahmeregelungen, Kooperationen und sektorübergreifende Angebote, um die Grundversorgung in diesen Regionen sicherzustellen.

Trotz Differenzen mit den Ländern setzt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auf zügige Schritte zur geplanten Reform. Qualitätsvorgaben sind für ihn nicht verhandelbar und ein Gesetzentwurf zur Reform liegt den Ländern und Verbänden bis zum 30. April zur Stellungnahme vor. Die ostdeutschen Länder haben eine gemeinsame Stellungnahme erarbeitet, in der es um die Sicherung der medizinischen Versorgung in dünn besiedelten Regionen und um kleine Grundversorger geht.

Die Reformpläne zielen darauf ab, das Vergütungssystem für Kliniken zu ändern und den Druck zu reduzieren, immer mehr Behandlungsfälle abzudecken. Zukünftig sollen Kliniken 60 Prozent der Vergütung für das Vorhalten von Leistungsangeboten erhalten. Es gibt jedoch Befürchtungen, dass vor allem kleine Kliniken auf dem Land Nachteile durch die Reform haben könnten und möglicherweise schließen müssen. Die Ministerin betont, dass die Krankenhausplanung Ländersache sei und regionale Unterschiede berücksichtigt werden müssten, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden.

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