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Freitag, Juni 14, 2024

Zwei neue Bücher über die NS-Vergangenheit

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Zwei neue Bücher beschäftigen sich im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt 2024 in Bad Ischl und dem Salzkammergut mit der dunklen Vergangenheit der Region während der NS-Zeit. Die Autoren laden dazu ein, sich mit den NS-belasteten Schauplätzen auseinanderzusetzen und diese zu besuchen. Nach dem Krieg habe in vielen Bereichen ein Verdrängen und Verschweigen stattgefunden, vor allem im Salzkammergut, wo die Zeit der NS-Herrschaft mit schönen Bildern überblendet worden sei.

Der Salzburger Journalist Thomas Neuhold präsentiert in seinem Buch „Salzkammergut – Orte der Erinnerung“ 30 Schauplätze und spannt einen zeitlichen Bogen von 1938 bis 1945. Die Auswahl der beschriebenen Erinnerungsorte verdeutlicht die Gegensätze, die die NS-Zeit im Salzkammergut geprägt haben. Das Buch enthält auch einen herausnehmbaren Faltplan, um weniger bekannte Orte sichtbar zu machen und zu verorten.

Die Autoren Gerald Lehner, Christian Strasser und Susanne Rolinek legen mit ihrem Buch „Im Schatten von Hitlers Alpenfestung“ einen weiteren Blick auf die dunkle Vergangenheit des Salzkammerguts während des Nationalsozialismus vor. Die Region war ein Brennpunkt vieler Gegensätze und einer der letzten Kampfplätze des „Dritten Reiches“ im Jahr 1945. Das Buch beleuchtet unter anderem die Arisierungen, Kunstraub und Flüchtlingsheime neben dem Widerstand gegen Hitler.

Das Buch enthält auch neueste Forschungsergebnisse zur regionalen Zeitgeschichte, darunter die Geschichte des nationalsozialistischen Alpinismus in der Dachsteinregion und die Lebensgeschichte des Judenhassers Eduard Pichl. Die Autoren betonen, dass die historischen Verstrickungen und Verbrechen bis heute nachwirken und auch bei der Betrachtung Bad Ischls durch internationales Publikum im Jahr 2024 nicht unerwähnt bleiben dürfen.

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