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Mittwoch, Juli 24, 2024

Traditionsreiches Geschäft in Lünen: Babyhaus Mönninghoff schließt

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Das Babyhaus Mönninghoff in der Lüner Innenstadt, ein traditionsreiches Fachgeschäft mit einer über 100-jährigen Geschichte, schließt zum 31. Juli. Die Gründe für die Schließung sind vielfältig. Romuald und Maureen Tichawski haben das Geschäft nach dem plötzlichen Tod der Inhaberin übernommen, ziehen jedoch nun die Reißleine, da es sich finanziell nicht mehr lohnt.

Die Schließung des Babyhauses Mönninghoff sorgt bei vielen Lünern für Entsetzen, da es ein beliebter Treffpunkt in bester Lage war. Der Räumungsverkauf läuft bis Mitte Juli, mit hohen Rabatten auf Spielzeug, Kinderwagen und Bekleidung. Die Konkurrenz von Online-Geschäften und großen Babymärkten steigerte den Druck auf das kleine Fachgeschäft, während die Miete zu hoch für die Einnahmen war. Trotz Anpassungen an Kundenwünsche und Modernisierungen fehlte es letztendlich an ausreichender Kundschaft.

Die Wurzeln des Geschäfts reichen bis ins Jahr 1923 zurück, als Hermine und Paul Mönninghoff Fahrräder, Näh- und Waschmaschinen sowie Eisenwaren und Schallplatten verkauften. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich der Fokus auf Fahrräder und Babyausstattung. Für Maureen Tichawski, die sich derzeit von einer Erkrankung erholt, könnte es in Zukunft neue Pläne geben, einen Babyladen mit verändertem Sortiment in Lünen, Werne oder Kamen zu eröffnen, ohne Kinderwagen und Bekleidung. Die Giraffe „Siggi“, das Markenzeichen des Babyhauses, wird jedoch nicht verkauft und könnte vielleicht im neuen Laden wieder zum Liebling der Kunden werden.

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