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Monday, September 14, 2026

Shincheonji begeht 42. Gründungsjubiläum – von den Anfängen im Keller zur international wachsenden Glaubensgemeinschaft

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Cheongju. Mit einem Festgottesdienst in Cheongju hat die Shincheonji-Kirche Jesu am 15. März ihr 42. Gründungsjubiläum begangen. Die religiöse Gemeinschaft, die nach eigenen Angaben 1984 unter einfachen Bedingungen begann, blickte dabei auf ihre Entwicklung von kleinen Versammlungen bis zu einer heute international aktiven Kirche zurück. Im Mittelpunkt der Feier standen Dankbarkeit gegenüber den frühen Glaubenspionieren sowie die erneute Betonung eines „wortzentrierten Glaubens“.

Nach Angaben der Kirche nahmen mehr als 2.000 Mitglieder vor Ort an dem Gottesdienst teil. Weitere Gläubige im In- und Ausland verfolgten die Veranstaltung per Livestream.

Lee Man-hee betont Bindung an das Wort

Vorsitzender Lee Man-hee stellte in seiner Ansprache die Bedeutung des Wortes Gottes in den Mittelpunkt. Er sagte: „So wie in Johannes 1,1 steht, dass das Wort selbst Gott ist, kann es keinen Glauben losgelöst vom Wort geben. Lassen Sie uns heute, anlässlich unseres 42. Gründungsjubiläums, unsere Herzen erneut vereinen und nach einem Glauben streben, der selbst vor Gott und den Engeln Anerkennung findet.“

Zugleich verwies Lee auf die Offenbarung und die aus seiner Sicht notwendige Treue zum biblischen Text. Wörtlich sagte er: „In Offenbarung 22 heißt es, dass jeder, der etwas zu diesem Buch hinzufügt oder davon wegnimmt, nicht in das Himmelreich eingehen und verflucht wird. Wer wirklich an das Wort Gottes glaubt, muss sich selbst prüfen, ob er der Offenbarung etwas hinzugefügt oder weggenommen hat.“

Erinnerungen an die Anfangszeit

Die Kirche verweist darauf, dass ihre Geschichte nicht in repräsentativen Gebäuden begann. In den frühen Jahren habe Vorsitzender Lee Man-hee Menschen, die seiner Lehre folgten, in Bergen und auf freien Flächen zu Gottesdiensten versammelt, bevor am 14. März 1984 die Gründung von Shincheonji verkündet worden sei.

Für Mitglieder der ersten Generation war das Jubiläum daher auch ein Moment persönlicher Erinnerung. Bak Bok-yeong (70), die nach Angaben der Kirche bereits vor der offiziellen Gründung dabei war, sagte: „Es war eine unermessliche Freude, dass mein Durst nach dem Wort endlich gestillt wurde – ich glaubte mit tiefer Dankbarkeit und Freude. Dank der Fülle, die das geoffenbarte Wort brachte, stellten die schwierigen Bedingungen überhaupt kein Hindernis dar.“

Mit Blick auf die heutige Entwicklung ergänzte sie: „Wenn ich heute sehe, wie jedes Jahr Zehntausende von Gläubigen hierher strömen, wird mir bewusst, dass es letztlich die Kraft des Wortes ist, die die Herzen der Menschen bewegt hat. All dies ist der Kraft des Wortes und der Gnade Gottes zu verdanken.“

Auch Jo Myeong-suk (73), die sich 1992 der Kirche anschloss, schilderte ihren Zugang zur Gemeinschaft. Sie sagte: „Während ich für die Gewissheit meiner Rettung betete und den Wunsch hegte, die wahre Bedeutung der Bibel zu verstehen, stieß ich auf die Shincheonji-Kirche Jesu. Die Tiefe, die ich dort fand, befand sich auf einer völlig anderen Ebene, und diese Überzeugung führte zu meinem Beitritt.“

Zum aus ihrer Sicht anhaltenden Wachstum über Generationen hinweg erklärte sie: „Damals wie heute scheint es so zu sein, dass Gläubige, die nach dem Wort hungern, ihren Weg hierher finden.“

Bibelunterricht als Motor des Wachstums

Nach Darstellung der Kirche hat sich Shincheonji seit der Gründung der weltweiten Verkündigung der erfüllten Realitäten der Offenbarung verschrieben. Eine zentrale Rolle spielt dabei das christliche Zions-Missionszentrum, die biblische Bildungseinrichtung der Gemeinschaft.

Die Kirche verweist darauf, dass das Zentrum seit seiner ersten Abschlussfeier im Jahr 1991 stark gewachsen sei. Im Jahr 2019 hätten dort mehr als 100.000 Menschen ihren Abschluss gemacht – nach Angaben der Kirche ein außergewöhnlicher Wert in der Religionsgeschichte. Im vergangenen Jahr kamen demnach 59.192 Absolventinnen und Absolventen des 116. Jahrgangs in der Kirche in Cheongju zusammen. Ein erheblicher Teil davon stammte aus dem Ausland, was aus Sicht der Gemeinschaft die internationale Verbreitung ihrer Lehre unterstreicht.

Internationale Vernetzung und kirchliche Kooperationen

Neben der eigenen Glaubenspraxis hebt die Shincheonji-Kirche Jesu ihren Austausch mit pastoralen Gemeinschaften im In- und Ausland hervor. Nach Angaben der Kirche wurden bis zum vergangenen Jahr in Südkorea 969 Absichtserklärungen (MOUs) zum Austausch des Wortes geschlossen, in weiteren 89 Ländern seien es 14.347 gewesen.

Hinzu kommen laut Kirche Vereinbarungen (MOAs), die zur Umbenennung bestehender Gemeinden in „Shincheonji-Kirche Jesu“ geführt hätten. In Südkorea seien auf dieser Grundlage 129 Kirchen umbenannt worden, weltweit 1.729 Kirchen in 48 Ländern.

Engagement bei Krisen und soziale Hilfen

Die Gemeinschaft verweist zudem auf ihr gesellschaftliches Engagement in Krisensituationen und im Alltag. Während der COVID-19-Pandemie hätten 3.741 Mitglieder Plasma gespendet, um die Entwicklung von Behandlungen zu unterstützen. Als es 2022 landesweit zu einem Blutmangel kam, hätten nach Kirchenangaben innerhalb von zwei Wochen mehr als 70.000 Mitglieder Blut gespendet.

Darüber hinaus entsandte die Kirche nach eigenen Angaben Freiwilligenteams in Katastrophengebiete, darunter nach der Ölkatastrophe von Taean, nach dem Erdbeben in Pohang 2017 sowie nach den Waldbränden in Andong-Uiseong. Auch im lokalen Umfeld engagiere man sich weiter, etwa mit medizinischen Angeboten für ausländische Arbeitskräfte und Essensausgaben für alleinlebende ältere Menschen.

Kirche sieht 42 Jahre als Weg der Beständigkeit

Zum Jubiläum erklärte die Shincheonji-Kirche Jesu: „Die vergangenen 42 Jahre waren eine bemerkenswerte Reise, die durch die Hingabe unserer Mitglieder und die unveränderliche Essenz des Wortes Gottes ermöglicht wurde. Auch in Zukunft werden wir unser Möglichstes tun, um den Wert der unerschütterlichen Wahrheit zu verbreiten, verwurzelt in dem Glauben, mit dem wir einst begonnen haben.“

Fotos: Shincheonji-Kirche Jesu

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