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Sonntag, Juni 23, 2024

Rechtspopulisten in Frankreich kündigen Zusammenarbeit mit der AfD an

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Der Chef der französischen Partei Rassemblement National, Jordan Bardella, hat die Zusammenarbeit mit der AfD im Europaparlament aufgrund von SS-Äußerungen von AfD-Spitzenkandidat Maximilian Krah gekündigt. Bereits nach einem Geheimtreffen zur „Remigration“ in Potsdam zeigten sich Risse zwischen beiden Parteien. Beide Parteien gehören der Rechtsaußen-Fraktion Identität und Demokratie (ID) im EU-Parlament an. Die Zukunft dieser Zusammenarbeit ist nun unklar.

Frankreichs Rechtspopulisten halten die AfD mittlerweile für zu radikal und haben deshalb beschlossen, die Zusammenarbeit im Europaparlament zu beenden. Jordan Bardella, der Chef der Rassemblement National und Spitzenkandidat für die Europawahl, hat diese Entscheidung getroffen, so sein Wahlkampfleiter Alexandre Loubet. Auslöser waren Äußerungen zur SS von Maximilian Krah, die als Verharmlosung der Nazizeit in Frankreich interpretiert wurden.

Die Front National in Frankreich, unter der Führung von Marine Le Pen, distanzierte sich bereits nach dem Geheimtreffen in Potsdam von der AfD. Auch ein Besuch von AfD-Chefin Alice Weidel in Paris konnte die französischen Rechtspopulisten nicht besänftigen. Bardella, der als „Kronprinz“ von Le Pen gilt, steht nun an der Spitze der Rassemblement National. Ermittlungen gegen Krah und den Listen-Zweiten Petr Bystron wegen möglicher Geldannahme aus Russland laufen derzeit.

Es bleibt unklar, wie es im Rechtsaußenlager im Europaparlament weitergehen wird. Marine Le Pen hat sich bereits mehrfach an der Seite der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni gezeigt, die die ultrarechte Fratelli d’Italia anführt. Melonis Partei gehört einer anderen Fraktion im Europaparlament an.

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