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Montag, Juni 17, 2024

Messner fordert Eintritts-Ticket für Südtirol-Regionen – und wütet wegen Italien-Projekt: „Dumme Sache“

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Venedig hat seit dem 25. April eine Eintrittsgebühr an manchen Tagen eingeführt, um den Zustrom von Tagestouristen besser zu regulieren. Dies führte anfangs zu Protesten der Einheimischen. Bergsteiger-Legende Reinhold Messner schlägt vor, eine ähnliche Strategie auch für die Dolomiten zu übernehmen, um den Verkehr auf den Bergpässen zu regulieren und zu reduzieren. Er kritisiert den zunehmenden Tourismus in den Bergen und die überfüllten Straßen, und begrüßt die Einführung von Eintrittskarten, wie es in Venedig nun der Fall ist.

Messner äußerte auch Bedenken gegenüber einem millionenschweren Projekt im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026, nämlich dem Bau einer Bobbahn in Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten. Dieses Projekt wird auf 81 Millionen Euro geschätzt, zuzüglich hoher jährlicher Wartungskosten. Trotz Bedenken seitens des Olympischen Komitees und vieler Diskussionen haben die Organisatoren grünes Licht für das Projekt gegeben. Messner bezeichnete dies als eine „unglaubliche und dumme Sache“ und hinterfragte die Notwendigkeit einer solchen Investition, besonders im Vergleich zur guten Vorbereitung in Innsbruck.

Neben Venedig ergreifen auch andere Städte und Länder Maßnahmen gegen Massentourismus. Zum Beispiel wurde in Tirol ein Gesetz verabschiedet, das den Handel mit Immobilien strenger reguliert. In Amsterdam ist der Bau neuer Hotels nicht mehr gestattet, und auf den Kanarischen Inseln protestieren Einheimische gegen den Tourismus. Diese Maßnahmen zeigen, dass das Bewusstsein für die Probleme des Massentourismus weltweit zunimmt und verschiedene Ansätze zur Regulierung des Tourismus verfolgt werden.

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