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Dienstag, Juni 18, 2024

Internationale – „Brutalität“ der Klimakrise: Baerbock besucht Fidschi – Politik

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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat zum Abschluss ihrer Indopazifik-Reise das weitgehend im Meer versunkene Dorf Togoru auf Fidschi besucht. Aufgrund steigender Meeresspiegel infolge des Klimawandels wurde die Siedlungsfläche in den letzten 20 Jahren fast vollständig überspült. Nur noch zwei Familien leben am Strand und müssen um ihre Häuser fürchten. Baerbock betonte, dass solche Küstendörfer im Pazifik zeigen, wie brutal die Klimakrise zuschlägt, da Felder versalzen, Heimat im Meer versinkt und Friedhöfe im Salzwasser untergehen.

Die Klimakrise bedroht kleine Inselstaaten wie Fidschi besonders stark, obwohl sie nur einen geringen Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß haben. Baerbock mahnte, dass es wichtig sei, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, um zu verhindern, dass alle Inselstaaten im Meer versinken. Sie wies darauf hin, dass Industriestaaten wie die G20-Gruppe eine große Verantwortung tragen, da sie für den Großteil der klimaschädlichen Gase verantwortlich sind.

Fidschi gehört zu den bedrohten Inselstaaten des Südpazifiks, die massiv von den Folgen des Klimawandels wie steigenden Meeresspiegeln betroffen sind. Eine aktuelle Studie des Weltklimarats IPCC zeigt, dass der mittlere globale Meeresspiegel seit 1900 um 20 Zentimeter gestiegen ist. Das Tempo des Anstiegs hat sich fast verdreifacht, was zu extremen Wetterphänomenen wie Tropenstürmen, Dürren und Starkregen führt.

Während ihres Besuchs auf Fidschi hat Baerbock nicht nur das versunkene Dorf Togoru, sondern auch ein Dorf im Landesinneren besucht, das von Überschwemmungen und Landerosionen bedroht ist. Die Rückreise nach Berlin tritt sie am Dienstagnachmittag an.

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