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Mittwoch, Mai 22, 2024

Erdähnliche Planeten auch in unwirtlichen kosmischen Regionen möglich

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Die Astronomen haben eine protoplanetare Scheibe namens XUE-1 untersucht, die intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist, die von umliegenden heißen, massereichen Sternen emittiert wird. Trotz dieser feindlichen Umgebung konnten Wasser und einfache organische Moleküle in der Scheibe nachgewiesen werden. Diese Entdeckung zeigt, dass selbst in extremen Umgebungen die Bildung erdähnlicher Planeten und Zutaten für Leben möglich ist. Bisherige Beobachtungen von protoplanetaren Scheiben haben sich auf weniger massereiche Sternentstehungsgebiete konzentriert und keine massereichen Sterne enthalten, die eine andere Dynamik bei der Sternentstehung aufweisen.

Massereiche Sternentstehungsgebiete zeichnen sich durch die gleichzeitige Bildung mehrerer Sterne aus, darunter auch extrem leuchtende und sehr massereiche Sterne. Diese Umgebungen sind von intensiver UV-Strahlung geprägt, die das Wachstum von Staubteilchen und somit die Bildung erdähnlicher Planeten behindern kann. Die erstmalige genaue Beobachtung von protoplanetaren Scheiben in einem massereichen Sternentstehungsgebiet ermöglicht es den Wissenschaftlern, den Einfluss der UV-Strahlung auf die Bildung von Planeten besser zu verstehen.

Die Beobachtungen wurden im Sternentstehungsgebiet NGC 6357 durchgeführt, das eine Vielzahl von Scheiben enthält, die unterschiedlichen Strahlungsbedingungen ausgesetzt waren. Die in der inneren Region von XUE-1 gefundenen Moleküle wie Wasser, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid sind vergleichbar mit denen in massearmen Sternentstehungsgebieten. Diese Entdeckungen deuten darauf hin, dass sich auch in extremen Umgebungen erdähnliche Gesteinsplaneten bilden können und Wasser als wichtige Voraussetzung für Leben vorhanden ist.

Die Ergebnisse dieser Beobachtungen sind vielversprechend für die Entstehung erdähnlicher Planeten in verschiedenen Umgebungen. Um herauszufinden, wie viele dieser Planeten entstehen können, planen die Forscher, weitere Scheiben in NGC 6357 mit dem JWST zu untersuchen. Dadurch sollen weitere Erkenntnisse über die Bedingungen für die Bildung von erdähnlichen Planeten gewonnen werden.

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