18.7 C
Frankfurt am Main
Freitag, Juni 14, 2024

E-Mobilität bedroht das Aftersales-Geschäft der Autobauer

Muss lesen

Das Beratungsunternehmen Berylls prognostiziert, dass das sogenannte Agenturmodell und der Wechsel zum E-Antrieb das Aftersales-Geschäft der Autohersteller bis 2030 in Deutschland um sieben Milliarden Euro schrumpfen lassen könnten. Der Aftersales-Bereich war bisher ein großer Gewinnbringer für die Autoindustrie, doch die Einführung von E-Autos, neue Wettbewerber und das Agenturmodell könnten das Geschäft stark beeinträchtigen.

Durch die fehlende Notwendigkeit von Filtern, Ölen und Zündkerzen bei E-Autos sinkt der Aufwand in der Werkstatt drastisch. Gleichzeitig gehen die Neuwagenverkäufe in Deutschland zurück, was zu einer wirtschaftlich bedrohlichen Situation für etablierte Markenhändler führt. Berylls prognostiziert einen Verlust von 7 Milliarden Euro im deutschen Aftersales-Markt bis 2030, wodurch Händler gezwungen sind, nach alternativen Profitquellen zu suchen.

Die steigende Marktdurchdringung von Elektroautos wird vor allem den freien Werkstätten zugutekommen, da die Servicebetriebe der Hersteller sich vermehrt um E-Mobile kümmern müssen. Die Hersteller sind daher aufgefordert, Strategien zu entwickeln, um ihre Händler zu halten und die Generierung von After-Sales-Umsätzen zu unterstützen, um Wettbewerber aus dem asiatischen Raum auf Abstand zu halten.

Es gibt keine Universalempfehlung, die für jeden Hersteller und jede Handelsgruppe passt, jedoch ist die Unterstützung der Hersteller für die Händler elementar wichtig, um neue Wettbewerber abzuhalten. Die Branche steht vor Herausforderungen, aber mit geeigneten Strategien können die Hersteller und Händler die Veränderungen im Aftersales-Geschäft erfolgreich bewältigen.

More articles

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Der neueste Artikel