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Mittwoch, Mai 22, 2024

Ausschluss von Gästefans in Derbyspielen wegen Fußballkrawallen | Politik

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Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) ergreift Maßnahmen nach der Derby-Randale und dem Pyro-Wahnsinn zwischen den Zweitliga-Clubs Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Nach einem erneuten Gewalt-Gipfel verkündete sie, dass bei den nächsten Derbys Gäste-Fans ausgeschlossen werden. Es handelt sich bereits um das zweite Krisen-Treffen innerhalb von fünf Monaten, nachdem es bei vorherigen Spielen zu Ausschreitungen und gefährlichem Pyro-Einsatz kam.

Bei den Vorfällen hatten Chaoten Pyro-Technik ins Eintracht-Stadion in Braunschweig geschmuggelt und Raketen auf die Besucherblöcke und das Spielfeld abgefeuert. Eintracht-Präsidentin Nicole Kumpis bezeichnet den Ausschluss von Gäste-Fans als letzte Möglichkeit, während 96-Boss Martin Kind einräumt, dass bisherige Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichend waren. Für die kommende Saison sollen Maßnahmen im Stadion zur Erhöhung der Sicherheit umgesetzt werden, insbesondere bei den Einlasskontrollen.

Die Deutsche Fußball-Liga wird ebenfalls in die Verantwortung genommen, da sie Pyro-Strafen gegen die Bundesliga-Vereine verhängt. Martin Kind klagt darüber, dass die Vereine für Verstöße von Dritten bestraft werden. Innenministerin Behrens fordert von der DFL, an ihren Sicherheitsrichtlinien zu arbeiten und prüft Einschränkungen für weitere Risikospiele sowie einen „Sicherheitsdialog“ mit Fußball-Clubs der 1. bis zur 3. Liga. Es wird darauf hingewiesen, dass ohne die Polizei keine Bundesliga-Spiele stattfinden könnten und das Ziel sei, die Polizeipräsenz bei Spielen zu reduzieren. Beteiligungen der Vereine an den Kosten für Polizeieinsätze seien als letzte Möglichkeit anzusehen.

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