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Sonntag, Mai 19, 2024

Athora und Axa brechen Geschäft ab

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Das Modell des spezialisierten Abwicklers von Lebensversicherungsbeständen hat in Deutschland noch keinen Erfolg. Auch mit dem neuen CEO Immo Querner und der CFO Isabella Pfaller bei Athora Deutschland wird die geplante Übernahme des Lebensversicherungsportfolios der ehemaligen DBV-Winterthur (jetzt Axa Deutschland) nicht stattfinden. Dies stellt eine Enttäuschung dar, da die Transaktion als zukunftsweisend betrachtet wurde und das potenzielle Wachstum von Athora Deutschland unterstützen sollte.

Es scheint nun, dass das Managementteam von Athora Deutschland geschwächt wird, da die geplatzte Übernahme nicht nur für die Übertragung des Portfolios stand, sondern auch für das weitere Wachstum des Unternehmens. Es ist fraglich, ob Querner in der Lage sein wird, Ersatzgeschäfte zu finden, insbesondere da die BaFin skeptisch gegenüber Run-off-Geschäften ist, die von spezialisierten Abwicklern durchgeführt werden. Es besteht die Möglichkeit, dass das eigenständige Abwickeln von Versicherungsbeständen ein Nischengeschäft bleibt, wenn sich die Ansicht durchsetzt, dass dies nicht effizienter ist als die interne Abwicklung durch den bisherigen Bestandshalter.

Die Muttergesellschaft Athora Holding verfügt über Eigen- und Fremdkapital von fast 4 Mrd. Euro, das bisher noch nicht eingesetzt wurde. Obwohl Athora in Belgien, den Niederlanden und Italien tätig ist, sind keine großen Wachstumsmöglichkeiten erkennbar. Querner muss nun schnell Ersatzgeschäfte finden, um das entgangene Axa-Geschäft zu kompensieren, jedoch sind bisher keine Optionen in Sicht.

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