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Mittwoch, Juli 24, 2024

650.000 feiern den traditionellen Umzug durch Berlin

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Am Pfingstsonntag strömten rund 650.000 Menschen nach Berlin, um den Karneval der Kulturen zu feiern. Trotz dichtem Gedränge entlang der Parade-Strecke war die Stimmung ausgelassen, und auch das Wetter spielte mit, da der Regen ausblieb. Etwa 3500 Teilnehmer aus verschiedenen Gruppen zogen bunt kostümiert und musizierend vom Mehringdamm zum Hermannplatz. Obwohl alle Gruppen aus Berlin kamen, war der internationale Hintergrund vieler Teilnehmer deutlich spürbar. Die Polizei berichtete von 35 Umzugswagen und einigen Festnahmen aufgrund von kleineren Delikten wie Taschendiebstählen. Das Straßenfest und der Umzugsbereich waren großräumig abgesperrt, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Vor dem Umzug schleppte die Polizei über 200 falsch geparkte Fahrzeuge ab. Einige Besucher suchten während des Umzugs Schutz vor einem aufziehenden Gewitter, während andere trotz Regen weiter tanzten. Die Parade nahm nach dem Gewitter mit etwas Abstand zwischen den Gruppen ihren Verlauf, und die Sonne zeigte sich wieder. Am Hermannplatz, dem Endpunkt der Parade, wurden die teilnehmenden Gruppen herzlich empfangen und gefeiert. Eine Awareness-Gruppe sorgte entlang der Umzugsstrecke für Unterstützung in verschiedenen Situationen. Der Karneval der Kulturen dauert insgesamt vier Tage und setzt sich seit 1996 für kulturelle Vielfalt und künstlerische Freiheit ein.

Die Ursprünge des Karnevals der Kulturen liegen in der Bekämpfung von Rassismus und Gewalt. Die Veranstaltung ist als kulturelle Intervention im öffentlichen Raum konzipiert und setzt sich aktiv gegen Rechtsextremismus ein. Teilnehmerinnen wie Lisa R. aus der Tanzgruppe des Vereins für Städtepartnerschaft zwischen Kreuzberg und San Rafael del Sur in Nicaragua freuten sich trotz des Regens über die Teilnahme am Umzug und betonten die künstlerische Vielfalt des Karnevals der Kulturen als wichtige Botschaft für ein friedliches Miteinander.

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