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Mittwoch, Juli 24, 2024

So stark sind die Regionen betroffen

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In den letzten beiden Jahrzehnten haben sich die Hitzetage in Bayern mehr als verdoppelt, wobei manche Regionen stärker betroffen sind als andere. Eine Grafik des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) zeigt den Anstieg im Zeitraum von 1951 bis 2022. Während beispielsweise in den Jahren 1965 bis 1995 durchschnittlich vier Hitzetage in Bayern verzeichnet wurden, stieg diese Zahl im Zeitraum von 1993 bis 2022 bereits auf über acht Tage. Regional zeigen sich zudem enorme Unterschiede im Freistaat.

Das Klima in Bayern ist sehr unterschiedlich, weshalb Forscher den Freistaat in sieben zusammenhängende Klimaregionen eingeteilt haben, die sich möglichst ähnlich bezüglich Temperatur und Niederschlag sind. Diese Regionen sind die Alpenregion, Voralpenland, Südbayerische Hügelland, Donauregion, Mainregion, Spessart-Rhön-Region und Ostbayerische Hügel- und Bergland. In den höheren Regionen, also den Gebirgs- und Bergregionen, ist die Anzahl der Hitzetage deutlich geringer als in den Flachlandregionen. Vor allem die Main- und Donauregion sowie das Südbayerische Hügelland sind von dem Anstieg der Hitzetage betroffen.

Meteorologen sprechen von einem Hitzetag, wenn die Temperatur 30 Grad oder mehr beträgt und die Temperatur in den tropischen Nächten nicht unter 20 Grad fällt. Der Bayerische Rundfunk hat Daten des DWD von 1994 bis 2023 ausgewertet und die Kreise mit dem höchsten Anstieg an Hitzetagen ermittelt. Unter anderem sind die Stadt Würzburg, der Landkreis Würzburg, die Stadt Erlangen und die Stadt Regensburg besonders betroffen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach empfiehlt daher allen Kommunen, Hitzeschutzpläne zu erstellen, wobei bisher nur ein Viertel der Gemeinden an einem solchen Plan arbeitet.

Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) ist sicher, dass die Anzahl an Hitzetagen und tropisch warmen Nächten weiter zunehmen wird. Sogar mit ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen wird ein Anstieg an Hitzetagen erwartet, jedoch deutlich reduziert im Vergleich zu einem Szenario ohne Klimaschutzmaßnahmen. Das LfU hat mit verschiedenen Parametern die Hitzetage bis zum Jahr 2100 vorausberechnet und warnt vor einem rasanten Anstieg an Hitzetagen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.

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