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Mittwoch, Mai 22, 2024

Situation im russischen Hochwassergebiet verschlimmert sich weiter

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Die Lage im russischen Hochwassergebiet verschlechtert sich weiter, da nach Behördenangaben neue Fluten in den kommenden Tagen drohen. Aktuell sind bis zu 15.600 Wohnhäuser und etwa 28.000 bewohnte Grundstücke überflutet. Die durch die Eisschmelze verursachten Wassermassen werden als „heimtückisch“ und „gefährlich“ beschrieben. Die Flusspegel in den betroffenen Regionen in Sibirien sollen Mitte der Woche einen Höchststand erreichen.

Besonders gefährlich ist die Situation für die Menschen im Gebiet Kurgan, wo das Hochwasser des Flusses Tobol innerhalb von 24 Stunden drastisch anstieg. Auch die Region Orenburg ist betroffen, wo Rekordwasserstände im Fluss Ural große Schäden verursachten. Die Infrastruktur, darunter Straßen und Brücken, wurde bereits schwer beschädigt. Die Schäden allein im Gebiet Orenburg werden auf über 40 Milliarden Rubel geschätzt, jedoch dürften sie deutlich höher liegen.

Die Bewohner beklagen, dass die Behörden zu spät vor der Gefahr gewarnt haben und Hilfe nur langsam und unzureichend erfolgt. Insgesamt sind 193 Ortschaften in 33 Regionen Russlands betroffen. Gouverneur Wadim Schumkow forderte die Menschen im Gebiet Kurgan auf, sich in Sicherheit zu bringen, während die Behörden mit Impfungen gegen Hepatitis A begannen, um Seuchengefahren durch einen Mangel an sauberem Wasser zu bekämpfen.

In den letzten 24 Stunden sind mehr als 3000 überflutete Häuser und mehr als 4000 bewohnte Grundstücke hinzugekommen. Das Gebiet Orenburg bleibt am stärksten betroffen, wo der Ausnahmezustand herrscht. Seit Beginn der Katastrophe wurden über 18.000 Wohnhäuser und rund 37.000 bewohnte Grundstücke von der Flut erfasst. Hunderttausende Menschen sind von den Schäden betroffen, auch in der benachbarten Republik Kasachstan in Zentralasien.

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