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Mittwoch, Juli 24, 2024

Noch keine Entscheidung für Schlachthof in Buchloe

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Für den Vion-Schlachthof in Buchloe gibt es zurzeit Kaufinteressenten, jedoch steht die endgültige Entscheidung noch aus. Der niederländisch-deutsche Konzern Vion Food Group plant, seine deutschen Standorte zu verkaufen, um sich mehr auf das Geschäft in den Benelux-Staaten zu konzentrieren. Dieser Schritt dürfte auch im Zusammenhang mit dem rückläufigen Fleischkonsum und der reduzierten Fleischproduktion in Deutschland stehen.

Der Schlachthof in Buchloe beschäftigt rund 400 Mitarbeiter in Verwaltung und Produktion. Trotz der Verkaufsverhandlungen betont die Unternehmenssprecherin, dass der Standort gut aufgestellt sei und eine Schließung unwahrscheinlich sei. Vion hat in den letzten Jahren viel Geld in die energetische Sanierung des Schlachthofs investiert, um ihn zukunftsfähig zu machen. Der Standort in Buchloe verfügt über eine hohe Kapazität für die Schlachtung und Zerlegung von Rindern mit kurzen Transportwegen für die Tiere.

Die Geschichte des Buchloer Schlachthofs ist turbulent, beginnend mit der Gründung des Unternehmens durch Alexander Moksel im Jahr 1948. Nach verschiedenen wirtschaftlichen Problemen und einem Einstieg von Vion im Jahr 2002 wurde Moksel schließlich von der Börse genommen und umstrukturiert. Im Jahr 2011 übernahm Vion die restlichen Anteile und nahm die Moksel AG endgültig von der Börse.

Insgesamt zeigt sich, dass der Buchloer Schlachthof eine wechselvolle Geschichte hat, geprägt von finanziellen Schwierigkeiten, Veränderungen im Eigentum und einem rückläufigen Trend im Fleischkonsum. Die Zukunft des Schlachthofs bleibt vorerst offen, während potenzielle Käufer ihr Interesse bekunden und das Unternehmen weiterhin aktiv bleibt.

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