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Sonntag, Mai 19, 2024

AfD: Bystron gab Paketannahme von prorussischem Geschäftsmann offenbar zu, laut Medienbericht

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Im Zuge von Korruptionsvorwürfen gegen den AfD-Politiker Petr Bystron werden neue Details bekannt. Laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hat Bystron während einer Sitzung des AfD-Bundesvorstands zugegeben, kleine Pakete von einem prorussischen Geschäftsmann namens Artem Martschewskij angenommen zu haben. Diese Pakete sollen jedoch kein Geld enthalten haben. Martschewskij wird vom tschechischen Sicherheitsinformationsdienst als Leiter des Internetportals „Voice of Europe“ identifiziert, das kürzlich als eine russische Einflussoperation enttarnt wurde.

Die Plattform „Voice of Europe“ wurde genutzt, um pro-russische Propaganda und Desinformation in 14 Sprachen zu verbreiten und prorussischen Politikern in Europa finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Bystron, der als AfD-Politiker für die Europawahl kandidiert, wird verdächtigt, 20.000 Euro erhalten zu haben. Trotz des Eingeständnisses, die Pakete angenommen zu haben, schwieg Bystron über deren Inhalt. Zuvor hatten Medien über belastende Audio- und Videoaufnahmen berichtet, auf denen angeblich zu hören ist, wie Bystron Geld handhabt.

In einer Stellungnahme auf Anfrage des Spiegels bestritt Bystron sein Eingeständnis gegenüber dem AfD-Vorstand nicht, sprach jedoch von einer Medienkampagne gegen ihn. Er äußerte die Vermutung, dass die Aufnahmen bereits mehreren Personen bekannt seien und möglicherweise veröffentlicht würden. Dies lässt darauf schließen, dass Bystron glaubt, heimlich überwacht und abgehört worden zu sein.

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